Das Vereinslied


Kurzchronik des TSV 1919 e.V. Hilders

1919: Gründung des Vereins als „Sportclub Wanderlust“ in der Gaststätte Ignaz Leist. 1. Vorsitzender wurde Florentin Herget. Wenig Unterstützung seitens Gemeinde und Bevölkerung, da Fußball in Deutschland noch relativ unbekannt war. Deshalb musste man am Buchschirm spielen, da sonst kein anderer Platz zur Verfügung gestellt werden konnte.

1920: Der Katholische Gesellenverein (Kolpingfamilie) und der katholische Jünglingsverein gründen ebenfalls Sportabteilungen. Es kommt zu erbitterten Duellen unter den Rivalen, denen zahlreiche Zuschauer beiwohnen

1922: Umbenennung des Vereins in „Spotverein 1919“.

1927: Da der Ort nicht drei Sportvereine tragen kann, wurden die Abteilungen im Katholischen Gesellen- und im Jünglingsverein sowie der 1922 entstandene Turnverein mit dem Sportverein zusammengelegt und unter der Bezeichnung „Turn- und Sportverein 1919“ weiter geführt. 1. Vorsitzender des neuen Vereins war Fabian Herget.

1929: Beitritt zum Verein „Deutsche Jugendkraft (DJK“). Gründung des Skiclubs Hilders. In den Folgejahren Ausbau des ersten richtigen Sportplatzes auf der Brückenwiese. Eröffnung 1932 mit dem Deutschen Meister der DJK „Sparta Nürnberg“.

1941: Nach einer Blütezeit mit Aktivitäten im Turnen, Fussball und bei der Leichtathletik musste der Verein 1934 aufgelöst werden. Es wurden aber Freundschaftsspiele mit benachbarten Gemeinden und Vereinen ausgetragen. 1941 Zerstörung eines Teils des Sportplatzes durch Hochwasser.

1946: Wiederaufnahme der Vereinstätigkeit nach dem 2. Weltkrieg. 1. Vorsitzender wurde Josef Krenzer.

1948: Fertigstellung eines neuen Sportplatzes auf der Aue (Grundstück der Kirchengemeinde). Alle Arbeiten wurden in Eigenleistung durchgeführt, da es keinerlei Beihilfen gab.

1952: Erneute Verlegung des Sportplatzes, da der alte zu nahe an der Bundesstraße lag. Wegen Abwanderung aus dem Zonenrandgebiet musste die bisher sehr gute Mannschaft aus der A-Klasse absteigen. Fahrten nach Thüringen waren Höhepunkte, ein Spiel im Stadion von Weimar (20.000 Zuschauer) blieb allen Teilnehmern unvergessen.

1955: Unter dem neuen Vorsitzenden Rudolf Kimpel erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister.

1957: Nach Fertigstellung des neuen Schwimmbades in der Heide gründete der Verein eine Schwimmabteilung.

1959: Zum 40-jährigen Jubiläum wurde eine neue Fahne angeschafft und feierlich eingeweiht.

1962: Gründung einer Kegelabteilung, die jedoch nicht am Ligabetrieb teilnahm. Kegelbahn wurde von Richard Schimetzka im neuen Saalbau erbaut.

1969: Wolfgang Heumüller tritt das Amt des 1. Vorsitzenden an und wird es bis zu seinem Tode im Jahr 2006 nur noch einmal kurz abgeben.

1974: Nach langen Jahren in der B-Klasse gelang endlich der Aufstieg In die A-Klasse Fulda Mitte. 1975 Abstieg, 1976 Wiederaufstieg nach spannendem Entscheidungsspiel gegen Gersfeld.

1973/74: 1. Bauabschnitt für die neue zentrale Sportanlage. Fertigstellung des neuen Hauptspielfeldes.

1978: Einweihung des neuen Clubhauses, das in Eigenleistung mit Zuschüssen der Gemeinde (45 000 DM = 22500 €), Hessischer Fußballverband (7500 €) und Landkreis Fulda (3000 €). Der Verein musste außer den Arbeitsstunden noch ca. 10 000 € aus eigenen Mitteln bezahlen, was nur mit Hilfe von Spenden der Mitglieder möglich war.

1980: Nachdem die neue Loipe am Rhönwald starken Zuspruch erfuhr, wurde dort ein Loipenhaus erbaut und 1980 feierlich eingeweiht. Höhepunkt sind die bis heute andauernden jährlichen Feierlichkeiten am Fastnachtssonntag („Narretei in Eis und Schnee“)

1982: Gründung einer Leichtathletikabteilung. Leider keine guten Trainingsmöglichkeiten, da keine geeignete Sportanlage vorhanden.

1983: Gastspiel des 1. FC Nürnberg zur Einweihung einer Stehtribüne und eines Ballfangzauns wird zum finanziellen Reinfall.

1984/85: Umbau des Hauptspielfeldes durch den Landkreis Fulda zu einem Fußballplatz mit Leichtathletikanlage. Die Tartanbahn wird etwas länger als die geforderten 400 Meter, so dass Hilders bis zur Reparatur über die „längste 400-Meter-Bahn der Welt“ verfügt.

1986: Abstieg der 1. Fußballmannschaft in die B-Klasse, nachdem man seit 1976 in der A-Klasse spielen konnte. Bau eines Nebenfeldes. Erweiterung des Sportlerheims umeinen Raum für Sportgeräte und einen Kühlraum.

1987: Gründung einer Damenhandballabteilung. Aufnahme des Ligabetriebs in der Kreisklasse Fulda.

1988: Gründung der Volleyballabteilung.

1989: Neuer 1. Vorsitzender wird Peter Dittrich, der Wolfgang Heumüller nach 20 Jahren auf dieser Position ablöst. Peter hat sich besonders im Aufbau von Jugendmannschaften (Bambini bis A-Jugend) große Verdienste um den TSV erworben.

1989/90: Bau eines Ballfangzaunes am Haupt- und Nebenfeld. Im Jahr 1990 wurden alle Klassen im Fußball hochgestuft, da die C-Ligen aufgelöst wurden. So spielte Hilders ohne Aufstieg wieder in der A-Klasse. 1991 stieg man aus dieser Klasse ab, nach einjährigem Gastspiel in der B-Klasse gelang jedoch der Wiederaufstieg.

1992/93: Die Volleyball-Damenmannschaft wird gegründet, ab 1993 gibt es eine weibliche Handballjugend.
Von 1993 bis 1998 spielt die 1. Fußballmannschaft in der A-Klasse, kann dann aber nach zwei verlorenen Relegationsspielen gegen Lahrbach den Abstieg nicht mehr verhindern.

1995-97: Bau einer Platzbewässerung mit Zisterne, einer Grillstation am Sportlerheim und Renovierung der Umkleidekabinen sowie der Schiedsrichterkabine. Neuanstrich des Vereinsheims im Innenbereich.

1997: Zum 10-jährigen Jubiläum werden die Damenhandballerinnen Kreismeister und steigen in die Bezirksliga auf. Allerdings währte die Freude nur ein Jahr, dann musste man wieder in die Kreisklasse zurück.

1999/2000: Bandenwerbung am Hauptspielfeld. Außenanstrich des Sportlerheims und Pflasterung. Errichten einer Flutlichtanlage am Nebenspielfeld.

2001: Bei den Wahlen in der Hauptversammlung fand sich kein neuer Vereinsvorstand zustande. Nach intensiven Gesprächen wurde eine zweite Versammlung abgehalten, hier wurde wieder Wolfgang Heumüller zum neuen/alten 1. Vorsitzenden gewählt.

2001/02: Die jahrelange gute Jugendarbeit trägt Früchte. So wird die B-Jugend in der Spielgemeinschaft mit Simmershausen (seit 1997) Kreismeister. Die A-Jugend wird Gruppensieger in der Kreisklasse, die C-Jugend Vizemeister und die E-Jugend ebenfalls Vizemeister.

2002: Anschaffung eines Loipengeräts für die Rhönwaldloipe. Leider werden kaum Rennen durchgeführt, die Loipe und auch die Skiwiese werden bei guter Schneelage jedoch eifrig von der Bevölkerung und Gästen genutzt.

2003/04: Nachdem die Kegelbahn im Saalbau Deutsches Haus seit 2000 nicht mehr zur Verfügung stand und die Gemeinde entschieden hatte, im neuen Ulstersaal keine Kegelbahn zu bauen, wurden Überlegungen angestellt, im Sportlerheim einen Anbau mit Kegelbahn und Kegelstübchen zu errichten. In der Jahreshauptversammlung wurden Für und Wider heftig diskutiert, die Versammlung sprach sich dann aber mehrheitlich für den Bau aus, was mit einem erheblichen finanziellen Risiko und jeder Menge Arbeit verbunden war. Die Finanzierung erfolgte durch die Gemeinde Hilders, durch Zuschüsse von Land und Kreis, durch Spenden, Eigenleistung und Eigenmittel des TSV Hilders. Bereits am 20.10.2003 konnte nach 1260 Stunden Eigenleistung das Richtfest gefeiert werden. Die Einweihung folgte mit einem Kegelturnier für Ligaclubs am 4. und 5. September 2004. Mit dem Anbau der Kegelbahn wurde auch das Sportlerheim um neue Duschen und Toiletten erweitert, das Dach wurde erneuert und der Gastraum vergrößert. Er bietet nun Platz zum Feiern für ca. 80 Personen. Die Kegelabteilung des TSV wurde wieder neu gegründet und sofort eine Mannschaft für den Ligabetrieb gemeldet. Sie wurde in der ersten Saison 2004/2005 Meister der B-Liga Ost und stellte mit Rainer Faulstich auch gleich den erfolgreichsten Einzelkegler.
Aus der Vielzahl von Helfern beim Bau der Kegelbahn müssen Rainer Faulstich als Organisator und Thomas Schönberg als Bauleiter erwähnt werden, die sich beim Bau dieser Anlage große Verdienste erworben haben.
Leider konnte Thomas Schönberg seine Arbeit nur kurz genießen, da er aufgrund einer schweren Erkrankung 2005 im Alter von nur 50 Jahren verstarb.
Das erfolgreiche Jahr 2004 wurde mit dem Wiederaufstieg der 1. Fußballmannschaft in die A-Liga gekrönt.
Ebenfalls im Jahr 2004 wurde ein Förderverein gegründet, der den Fußballsport im TSV Hilders unterstützen soll.

2006: Plötzlich und unerwartet verstarb am 25.4.2006 der amtierende 1. Vorsitzende Wolfgang Heumüller. Von 1969 bis 1989 und von 1995 bis zu seinem Tode bekleidete er das Amt des 1. Vorsitzenden und war so zum Urgestein des TSV geworden. In seinen 33 Amtsjahren gehörte er sowohl auf Kreis- als auch auf Verbandsebene erschiedenen Ausschüssen an, was sich für den TSV öfters als Vorteil erwies. Klaus Mazzuchelly als 2. Vorsitzender leitete den Verein bis zur Jahreshauptversammlung 2007.
Die Kegelmannschaft errang nach dem Aufstieg auch in der 2. Saison den 1. Platz in der A-Liga und stieg in die Bezirksliga auf. Erstmals nahm auch eine 2. Mannschaft am Ligabetrieb teil.

2007: Die 1. Fußballmannschaft steigt nach zwei spannenden Relegationsspielen gegen Kressenbach/Ulmbach und Oberzell in die Bezirksliga auf. Auch die E-Junioren der SG Hilders/Simmershausen erringen die Meisterschaft. Ebenso feiern die Volleyballerinnen immer wieder gute Erfolge.
Leider musste jedoch die Damen-Handballmannschaft endgültig vom Spielbetrieb abgemeldet werden, da es an Nachwuchs manget. Eine B-Jugend spielt noch ein Jahr weiter, aber dann ist auch hier definitiv Schluss.

2007/08: Auch im 3. Jahr steigt die 1. Mannschaft der Kegelliga auf, diesmal in die Bezirksoberliga, in der sie seither erfolgreich spielt. Ebenfalls Meister werden die A-Junioren-Fußballer.

2009: Zum 90-jährigen Jubiläum wird der Außenputz am erweiterten Sportlerheim fertig gestellt. Im Jubiläumsjahr hat der Verein 585 Mitglieder.